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Brautkleid |
Bis Anfang 1900 in der Farbe schwarz gehalten, steht seit dem die Farbe Weiß als Symbol für Unschuld und Liebe. Selbst wenn die Braut sehr gut mit Nadel und Faden umgehen kann, sollte sie auf das Schneidern des eigenen Hochzeitskleides verzichten, denn jeder Stich bringt Tränen und Unglück. Der Ursprung dieses Aberglaubens kommt aus der Zeit, als der Bräutigam das Brautkleid bezahlen musste. Wenn er jedoch ein „armer Schlucker“ war, so blieb der Braut nichts anderes übrig, als ihr Kleid selber zu nähen. Die Ehe stand also unter dem Unglückszeichen der Armut des Bräutigams. Der Bräutigam darf das Hochzeitskleid erst am Tag der Trauung sehen. Der uralte Mythos des Heimlichen, des Versteckens und Verbergens des Liebesglückes vor den bösen Dämonen und Geistern spielt hierbei wiederum eine Rolle. Wichtig ist auch, dass das Hochzeitskleid erst am Tag der Trauung fertig wird. Und das, bei dem heutigen Trubel in der Vorbereitungszeit. Vielleicht ist da aber noch schnell ein Knöpfchen anzunähen oder aber ein Fädchen abzuschneiden, damit hält man auch diese Tradition ein. Noch etwas dazu: die Braut soll erst in den Spiegel schauen, wenn alles perfekt ist – vorheriges Blinzeln zum Spiegel bringt leider auch Unglück. Also: „ Augen zu!“ |
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